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Limitierte Auflage:
Eugen Dobler
Leusorg
Die Lawinenkatastrophe 1954
im Großen Walsteral
(Vorarlberg)
Selbstverlag Eugen Dobler
Blons 1982, 1999
239 Seiten, 16x22,5 cm
28,00 Euro / 44,00 CHF
Kurzbeschreibung:
Eugen Dobler hat die große Lawinenkatastrophe
1954 im Großen Walstertal hautnah miterlebt.
Er schildert packend und authentisch, wie sich
die Katastrophe langsam anbahnte, der Kampf
ums nackte Überleben und die schier
unmenschliche Rettungsaktion, die die Bewohner
zunächst ganz alleine bewerkstelligen
mussten.
Vergriffen / nicht mehr
lieferbar!
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Lawinen schreiben Geschichte
(Auszug aus: Die weiße
Gefahr)
Als es im Februar 1999 zu schneien begann und
nicht mehr aufhören wollte, fanden sich die
Menschen in den Alpentälern plötzlich wie hinter
einem „weißen Vorhang“ gefangen: Abgeschnitten von
der Außenwelt, bar aller professionellen, hoch
technisierten Rettungsmöglichkeiten, waren sie auf
sich allein gestellt. Es war die totale
Hilflosigkeit – im 20. Jahrhundert! Genau so war
es aber immer gewesen in der Geschichte der Alpen:
Die Schneestürme, die die Lawinen bringen,
verhindern auch die Rettung der Opfer. Wie groß
mochte erst das Leid in früheren Zeiten gewesen
sein! Eine der größten Einzelkatastrophen im 20.
Jahrhundert ereignete sich 1954 im Großen
Walsertal in Vorarlberg. Die Gemeinde Blons war
hierbei mit 56 Toten besonders schlimm betroffen.
Der Leiter der Blonser Volksschule, Eugen Dobler,
war damals Augenzeuge, verlor sein Haus und die
Schwester in der Lawine und kämpfte in den ersten
36 Stunden mit einer Handvoll Dorfbewohner mit
bloßen Händen um das Leben der Verschütteten. Er
hat eine besonders nahe gehende Chronik über die
Katastrophe von 1954 verfaßt
Aus dem Inhalt:
Leusorg im Großen Walsertal
Bis zum Weihnachtstag 1953 erlebten wir einen
einmalig schönen Spätherbst. Ein Sonnentag
folgte dem anderen, auf den Wiesen fand man
verschiedenste Blumen. In der letzten
Adventwoche stand noch auf dem Lehrerpult ein
Blumenstrauß, der in allen Farben prangte.
Über die Herbstarbeit hinaus konnte schon
manche Frühlingsarbeit erledigt werden. Doch
manchem schien das außergewöhnliche
Sonnenwetter eigenartig, und nicht selten
hörte man die Meinung, ob wir die schönen Tage
nicht noch büßen müssen. Und sie behielten
recht!.
Am Heiligen Abend fielen die ersten Flocken.
Doch schien es vorerst nicht schlimm zu
werden. Bis zum 9.Jänner des Jahres 1954
erreichte die Schneehöhe kaum einen halben
Schuh (= etwa 15 bis 16 cm). Es war Samstag.
Ein leichter Flockentanz begann.
Sonntagmorgen, den 10. Jänner, lag der Schnee
bereits zwei Schuh (= 60 bis 65 cm) hoch und
wuchs außergewöhnlich stark. Das anfänglich
leichte Schneetreiben wurde bald zum tollen
Schneesturm. Trotzdem besuchten die meisten
Leute noch den vormittägigen Gottesdienst.
Schon auf dem Weg zur Kirche, vielmehr aber
auf dem Heimweg, wurden verschiedene
Kirchgänger von kleineren Scharmützeln
überrascht und teils vom Weg abgedrängt. Gegen
Mittag lag bei der Kirche schon 70 bis 80 cm
federleichter Pulverschnee. Schneller als
sonst verließen die Bauern das Gasthaus und
drängten nach Hause. Alles witterte Gefahr,
doch an eine solche Überraschung glaubte wohl
niemand. So manche sollten nie mehr lebend zur
Kirche kommen. Der Wetterbericht sprach von
starken Schneefällen westlich des Brandner
Tales in Richtung Großes Walsertal und
eventueller Lawinengefahr. Fast wollte ich an
eine für das Brandner Tal günstig frisierte
Gefahrenmeldung glauben, doch die nächsten
Stunden sollten dem Warndienst recht geben.
Immer stärker wurde der Schneewirbel, und
gegen Abend war die Metergrenze weit
überschritten......................
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